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20. Internationales Musikfestival Oldenburger Promenade vom 10. bis 11. Juni 2016

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Andreas Scholl

(Countertenor)

1967 im hessischen Eltviller geboren, sammelte der Countertenor Andreas Scholl seine ersten musikalischen Erfahrungen als Sopran bei den „Kiedricher Chorbuben“. Dort lernte er die Vokalmusik von Bach, Schütz oder Lassus kennen und schätzen. Die Mischung aus Anlage und Faszination für ungewöhnliche Musik sensibilisierte ihn dafür, die Kopfstimme über den Stimmbruch hinaus zu erhalten.

Andreas Scholl wechselte als Gesangsnovize zum Alt und bildete in den folgenden Jahren im Dresdner Kreuzchor und von 1987 bis 1993 an der Schola Cantorum Basiliensis bei Richard Levitt und René Jacobs seine vokalen Qualitäten heraus. Mit klarem Timbre, brillanter Artikulation und der Neugier für noch ungehörtes Repertoire machte er sich daraufhin einen Namen als Motor der Alten Musik. Er hat inzwischen mit nahezu allen renommierten Musikern und Ensembles der Szene zusammengearbeitet. 1998 debütierte Andreas Scholl in Glyndebourn unter William Christie als Opernsänger, feierte Erfolge mit Pergolesis „Stabat mater“ ebenso wie mit „Folk Songs“ der englischen Renaissance. Seine europaweiten Auftritte und Aufnahme wurden mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen bedacht.

Neben seiner Beschäftigung mit Alter Musik  arbeitete Andreas Scholl sieben Jahre lang auch als Mitglied des Studios für elektronische Musik in Basel und komponierte nebenbei Popmusik.

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Andreas Scholl